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Nach dem Fund von Tonflaschen mit einem chemischen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg auf einer großen Baustelle in Ahlbeck (Vorpommern-Greifswald) rechnet der Landkreis dort mit noch mehr vergrabenen Kisten. „Die bisher gefundenen Vorkommen sind aber komplett gesichert und werden von einer Spezial-Gefahrgutfirma derzeit beseitigt“, sagte der Sprecher des Landkreises, Achim Froitzheim, am Mittwochmorgen. Die Flaschen mit der Aufschrift „Nur mit Gasmaske“ waren am Montag bei Erdarbeiten in dem Ostseebad gefunden worden.

Weil einige Flaschen dabei entzweigingen, verbreitete sich ein stechender Geruch. Experten des Munitionsbergungsdienstes gaben aber Entwarnung: Es handele sich um eine Art Tränengas der Wehrmacht, mit dem bei Übungen getestet wurde, ob die Gasmasken bei Soldaten richtig sitzen. Das Mittel sei an Sträuchern versprüht worden, an denen Trupps früher vorbeimarschieren mussten.

„Gesundheitlich bedenklich“ – aber nicht explosiv

Bei der Chemikalie handelt es sich laut Froitzheim um Chloraceton. Ein Gefahrgutzug der Feuerwehr und des Landkreises kam am Montag zum Einsatz. Die Beschäftigten bargen unter Spezialkleidung die Flaschen samt Inhalt und packten diese in dicht verschlossene Spezialbehälter. „Das war ein vorbildlicher Einsatz, niemand wurde verletzt“, berichtete der Kreissprecher. Der Stoff ist Experten zufolge als „gesundheitlich bedenklich“ eingestuft, aber nicht explosiv.

An der Baustelle in dem Kaiserbad auf der Insel Usedom soll eine neue Hotelanlage entstehen. Die Bergung, bei der noch weitere Kisten mit solchen Flaschen gefunden wurden, dauerte mehrere Stunden. Ähnliche Funde gibt es auch an anderen Stellen im Nordosten, wo früher Kasernen standen.

Quelle:Nordkurier

Im Einsatz:

Fahrzeuge  Stärke
Kater Neuenkirchen CBRN-Erkunder  1/3
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