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Wampen/Greifswald

Glück im Unglück hatte ein 15-Jähriger, der am Dienstagmittag am Wampener Strand ins Eis eingebrochen war.
Er konnte innerhalb weniger Minuten von mehreren Einsatzkräften der Greifswalder Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen aus dem eiskalten Wasser geboren werden.
Etwa hüfttief war er eingebrochen, berichtet Tommy Möller, Einsatzleiter und Hauptbrandmeister bei der Greifswalder Berufsfeuerwehr.
Bei einem Spaziergang mit ihren Hunden beobachteten zwei Zeuginnen, wie der Jugendliche etwa 200 Meter entfernt vom Ufer winkend auf sich aufmerksam machte.
„Aus eigener Kraft war es ihm nicht möglich, sich selbst aus dem Eis zu befreien“, sagt Möller.

Zeuginnen alarmierten Rettungskräfte

Um kurz nach 12 Uhr alarmierten die Zeuginnen die Rettungskräfte. Am Einsatzort angekommen befreiten zwei Feuerwehrmänner in Eisrettungsanzügen den jungen Mann aus seiner misslichen Lage.
Mit einem Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuz (DRK) wurde er vorsorglich in die Klinik zur Untersuchung gebracht.
 
„Äußerlich wirkte er nicht beeinträchtigt. Mit Unterstützung der Kollegen konnte er selbst mit ans Ufer zurückkommen“, sagt Möller.
Zunächst versuchte eine der beiden Spaziergängerinnen, den Jungen selbst aus dem Wasser zu befreien.
„Das ist zwar gut gemeint und bestimmt wussten sie, dass es nicht besonders tief ist, aber grundsätzlich ist davon abzuraten.“ Stattdessen sollen Zeugen den Rettungsdienst alarmieren,
stehen bleiben und sich die Stelle merken, damit die Einsatzkräfte genau wissen, wo die Person eingebrochen ist, erklärt Möller.
„Man weiß nie, wie lange die Leute schon drin sind und ob sie nicht schon eine Unterkühlung haben“.

 

Dicke Eisschicht auf den Gewässern täuscht

Zwar befindet sich auf einigen Gewässern noch immer eine Eisschicht, aber die sei aufgrund der Temperaturen nicht so dick wie es scheint, erklärt der Berufsfeuerwehrmann.
Daher rät er dringend davon ab, diese zu betreten. Anfang Februar warnte auch der Landkreis Vorpommern-Greifswald davor.
Allen voran für Kinder können die Eisflächen zu einer lebensbedrohenden Gefahr werden.
„Die Eisschichten auf unseren Seen und an den Ufern von Fließgewässern dürfen auf keinen Fall betreten werden.
Sie sind viel zu dünn, um einen Menschen zu tragen“, sagte Landrat Michael Sack (CDU). Vor zwei Wochen brach ein 14 Jahre alter Junge auf der Insel Usedom in die Ostsee ein.
Er konnte gerettet werden, musste jedoch aufgrund einer Unterkühlung mit einem Rettungshubschrauber in die Greifswalder Universitätsklinik gebracht werden.
Der Landrat ruft dazu auf, in der Nähe von Gewässern auf spielende Kinder zu achten und in Notfällen sofort die Notrufnummer 112 zu wählen.

Von Christin Lachmann

Quelle: OZ-Greifswald

 

Im Einsatz:

Fahrzeuge  Stärke
Florian Neuenkirchen TLF 16/25  1/5
Florian Neuenkirchen MTF  1/3

 

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